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Landauerkapelle
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Landauerkapelle

LandauerSchildDie Landauerkapelle wurde 1506 von Stadtbaumeister Hans Beheim dem Älteren als Herzstück der Landauerschen Zwölf-Bruder-Stiftung im gotischen Stil erbaut. Albrecht Dürer entwarf dazu als Konzeption aus einer Hand das von ihm gemalte Altarbild, den passend verzierten Rahmen und die ursprünglichen Glasfenster im Renaissance-Stil. Nur das Altarbild ist in Form einer meisterhaften Kopie von Helmut Weigand heute noch vorhanden.

Die Kapelle wurde 1507 mit dem Patrozinium Allerheiligen eingeweiht, doch wird sie nach ihrem Stifter Matthäus Landauer (1451-1515) “Landauerkapelle” genannt. Die ganze Stiftung war 1510 vollendet, und ermöglichte bis 1806 jeweils zwölf älteren und mittellosen Handwerkern einen Lebensabend mit Gebet und Arbeit und erforderlichenfalls Pflege.

Nach Auflösung der Stiftung dienten die Gebäude einschl. der Kapelle als königliche Kunstgewerbeschule, als Ausstellungsräume für die städt. Kunstsammlung, und ab 1900 dem Realgymnasium.

Beim Bombenangriff am 7. Januar 1945 wurden die Stiftungsgebäude vernichtet, und die Kapelle vor allem im oberen Gewölbe zerstört.

1956/ 57 wurde die Landauerkapelle mit einer zeitgenössischen Inneneinrichtung wiedererrichtet, und das neue Willstätter-Gymnasium angebaut. Die Kapelle wird von der Schule gelegentlich für Andachten und kleinere Konzerte verwendet, und ist deshalb der Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich.

2006 begann die sonntägliche Nutzung als alt-katholische Pfarrkirche: dafür wurde der Altar passend zur Innenausstattung der 50-er Jahre von Armin Schlosser geschaffen und von Bischof Joachim Vobbe geweiht.

 

Die Alt-Katholische Gemeinde Nürnberg feierte ihre Gottesdienste von der Entstehung 1872 bis zur Kriegszerstörung 1944 in der evangelisch-reformierten Kirche St. Martha, und parallel in St. Moritz, einer lutherischen Kapelle bei St. Sebald. Von 1946 bis 2006 war sie in der Südstadt zuhause.

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